• Katzen wenn möglich fernhalten.
  • Jungvögel sollten nicht eingesammelt werden, die Eltern sind meistens in der Nähe und füttern die Jungen.
  • Nur wenn unmittelbare Gefahr droht sollen Menschen eingreifen. Jungvögel aufheben und ins nächste Gebüsch setzen und eine Zeit beobachten. Kann der Vogel ohne Probleme flattern und hüpfen ist keine Hilfe nötig. Tiere können immer von Hand angefasst werden, die Eltern nehmen sie immer an, Vögel haben keinen Geruchsinn.
  • Nur wenn die Situation aussichtslos ist rufen Sie den zuständigen Wildhüter an.
  • Für die Stadt St.Gallen ist dies Erwin Bandel  079 727 86 01
  • Sehr kleine Jungvögel gehören immer auf eine Wärmeflasche. Die Jungvögel warm halten bei 36°C. Mit Untertemperatur sind sie nicht überlebensfähig.
  • Dem Vogel darf kein Wasser und keine Nahrung gegeben werden.

Mit der Universität Zürich läuft seit Ende 2018 ein Rehoming-Projekt primär für Ratten und Mäuse, aber auch Kaninchen wurden schon platziert. Ziel ist es, geeigneten Tieren aus dem Tierversuch ein neues Leben an guten Plätzen zu vermitteln. Seit Anfang Jahr konnten bereits knapp 100 Ratten fürs Rehoming abgeholt werden, deren Vermittlung an neue Lebens- plätze über den Club der Rattenfreunde sowie weitere STS-Sektionen läuft. Bisher konnten alle Ratten in ein neues Zuhause umziehen. 2020 wurden auch rund 15 Mäuse ins Rehoming aufgenommen. Obwohl sie die am meisten verwendeten Versuchstiere sind, können nur die wenigen nicht genmanipulier- ten Tiere für die Vermittlung an Privathaushalte abgegeben werden. Insgesamt wurden bis- her rund 50 Mäuse in ein neues Zuhause vermittelt. Der STS ist bestrebt, das Rehoming- Projekt auszubauen und weitere Labornager und Tierarten zu übernehmen. Die Perspektive Rehoming wird in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen und 2021 am Weltkongress für Alternativen zum Tierversuch in Maastricht als Thema aufgenommen. Die Fachstelle des STS ist dort für ein Referat eingeladen, um das einmalige Tierschutz-Projekt vorzustellen.

Quelle STS


Es gibt wohl kaum ein Wildtier, welchem wir in unseren Gärten so oft begegnen wie der Igel. Einen Igel darf man nicht einfach so aus der Natur entfernen. Nur Igel mit einem ernsten Problem sollen in eine Pflegestation gebracht werden. Dort werden sie nur solange gepflegt, bis sie wieder selbstständig überlebensfähig sind.


Dank dem Walter Zoo hat die Stadt St. Gallen und Umgebung wieder eine Igelstation.
Platz hat es für 30 Pfleglinge. Da der Zoo über eine eigene Tierarzpraxis verfügt werden die kranken Igel erst einmal von Karin Federer untersucht und behandelt und anschliessend vom erfahrenen Wildpfleger-Team betreut.


Welche Igel brauchen Hilfe?

• Sichtbare äussere Verletzungen
• Übermässiger Parasitenbefall (z.B. Zecken, Milben, Flöhe, Fliegeneier oder –maden)
• Apathisch, kugelt sich bei Berührung nicht ein
• Tagsüber aktiv, torkelnd oder herumliegend
• Stark hustend/keuchend
• Igelsäuglinge: geschlossene Augen und auch nach einer Stunde Beobachtung nicht von der Mutter ins Nest zurückgeholt
• Aktiv nach Wintereinbruch, bei Dauerfrost und Schnee
• Abgemagert, das heisst ziegelsteinförmiger Körper (gesunde Igel haben birnenförmige Körper)


Der Igel braucht wahrscheinlich Hilfe. Was soll ich tun?

• Bitte kontaktieren Sie uns unter +41 76 573 65 21
• Igeltelefon Zeiten 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 17.00
• Erreichen Sie uns nicht, dann richten Sie dem Igel eine Notunterkunft her: Legen Sie Ihre Badewanne oder eine grosse Kartonschachtel mit Zeitungspapier aus. Legen Sie eine zweite kleinere Kartonschachtel mit Zeitungspapierstreifen ausgestopft als Unterschlupf hinein. Bieten Sie dem Igel Katzenfutter und Wasser (keine Milch!) an.
• Notieren Sie sich Fundort und Fundzeit.
• Kontaktieren Sie uns erneut.
• Erreichen Sie uns nicht und es handelt sich offensichtlich um einen Notfall, wenden Sie sich für Beratung an die Igelstation Frauenfeld (+41 79 944 65 32) oder an den Notfalltierarzt Ihres Kantons.

St. Gallen: +41 71 385 66 88

Appenzell: +41 71 787 18 19

Thurgau : +41 71 385 66 88

Greifvögel wie Mäusebussarde, Milane und Falken werden im Winter in die Wildvogelpflegestation des Walter Zoos eingeliefert. Sie sind halb verhungert aufgefunden worden. Zu viel Schnee ist für die Greifvögel ein grosses Problem. Mäuse und andere Nahrung ist kaum auffindbar. Eine geschlossene Schneedecke und gefrorener Boden macht den Greifvögeln das Leben schwer. Für rund einen Viertel der Vögel kommt meistens jede Hilfe zu spät. Sie sind manchmal so geschwächt, dass sie keine Energie mehr aufbringen können, die Nahrung zu verwerten. In den Räumlichkeiten des Naturmuseums St. Gallen betreibt der Walter Zoo eine Wildvogelpflegestation. Dort werden verletze, kranke und verwaiste einheimische Wildvögel behandelt und wieder ausgewildert.


Erste Hilfe

Der Wildvogel braucht wahrscheinlich Hilfe. Was soll ich tun?
Bitte kontaktieren Sie uns unter +41 76 441 34 23


Erreichen Sie uns nicht, dann richten Sie dem Wildvogel eine Notunterkunft her:
• Legen Sie eine kleine bis mittelgrosse Kartonschachtel mit Zeitungspapier aus.
• Achten Sie darauf, dass der Vogel nicht entweichen kann.
• Stellen Sie die Kartonschachtel an einen ruhigen Ort.
• Notieren Sie sich Fundort und Fundzeit.
• Kontaktieren Sie uns erneut.

Kontakt Wildvogelpflegestation

Wir nehmen keine Vögel ohne telefonische Voranmeldung an!

Wildvogeltelefon:

+41 76 441 34 23


Wildvogeltelefon Zeiten:

08.30 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr

Wenn’s kracht – was tun?

Auch den aufmerksamsten Fahrzeuglenkerinnen und –lenkern kann ein Unfall passieren. Wildtiere überqueren oft die Strasse.

Sofort und richtig handeln:

  1. Warnblinker einschalten und anhalten
  2. Unfallstelle sichern (Pannendreieck)
  3. Polizei oder Wildhüter benachrichtigen Tel. 117! Möglichst genau Unfallortangeben.
  4. Sich dem Wildtier auf keinen Fall nähern! Wildtiere sind Fluchttiere und habenso extremen Stress. Verletzungen können durch Flucht verschlimmert werden.
  5. ev. Zeugen suchen oder ein Foto machen
  6. Auf Polizei oder Wildhüter warten


Unfälle zu melden ist Pflicht!

Bei einem Unfall mit einem Wildtier ist gemäss Gesetz unverzüglich die Polizei oder der Wildhüter zu benachrichtigen. Ein Wildtier anfahren ist nicht strafbar. Wer die Meldung hingegen unterlässt macht sich strafbar. Auch geflüchtete Tiere können schwer verletzt irgendwo in Deckung tagelang leiden und qualvoll eingehen. Nur wenn Kollisionen unverzüglich gemeldet werden, können die verletzten Tiere durch den Wildhüter zeit- und fachgerecht gesucht und allenfalls erlöst werden!

Versicherungen

Schäden werden nur vergütet, wenn die Unfälle der Polizei oder dem Wildhüter gemeldet wurden und mindestens eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen ist.

So vermeiden sie Unfälle!

  • Tempo reduzieren, insbesondere bei Warntafeln
  • Grössere Vorsicht beim Eindunkeln und nachts
  • Aufmerksam fahren – rechte Fahrbahn im Auge behalten
  • Nicht zu weit rechts fahren, eher gegen den Mittelstreifen – wenn es die Situation erlaubt
  • Beim Erblicken von Tieren in Fahrbahnnähe: Tempo drosseln, Scheinwerfer auf Abblendlicht reduzieren
  • Tiere auf Strasse: Abblendlicht, Warnblinker einschalten, wenn möglich anhalten, hupen
  • Besondere Vorsicht an unübersichtlichen Stellen wie Wald, Hecken, hohe Getreidefelder und ähnliche Situationen

Dies ist ein Auszug aus dem STS- Infoflyer „Achtung – Tiere im Verkehr“

Hier die Kontaktadresse des Herausgebers:

Schweizer Tierschutz STS

Dornacherstrasse 101, Postfach, 4008 Basel

Tel. 061 365 99 99 Fax 061 365 99 90

sts@tierschutz.com

http://www.tierschutz.com