Während mehr als 10 Jahren hatten wir in unserem Betreuungsgebiet keine lgelpflegestation. Es ist den Ostschweizer lgelfreunden gelungen, mit dem Walter-Zoo in Gossau eine Zusammenarbeit aufzugleisen und dort 2020 eine lgelpflegestation zu realisieren. Ein kleiner Neubau für die Igel und ein Naturlehrpfad für die Zoobesucher, der aufzeigt, wie und wo Igel gut leben können, bedingten Kosten von fast 250’000.-. Wir haben dieses Vorhaben mit einer Spende von Fr. 15’000.- unterstützt und begrüssen es, dass die lgelpflege nun im Walter-Zoo durch fachkundiges Personal gesichert ist. Wie nötig die lgelpflegestation ist zeigt sich dadurch, dass 2020 viel mehr Igel betreut werden mussten als ursprünglich angenommen.

Es gibt wohl kaum ein Wildtier, welchem wir in unseren Gärten so oft begegnen wie der Igel.
Einen Igel darf man nicht einfach so aus der Natur entfernen. Nur Igel mit einem ernsten
Problem sollen in eine Pflegestation gebracht werden. Dort werden sie nur solange gepflegt,
bis sie wieder selbstständig überlebensfähig sind.  
Dank dem Walter Zoo hat die Stadt St. Gallen und Umgebung wieder eine Igelstation.
Platz hat es für 30 Pfleglinge. Da der Zoo über eine eigene Tierarzpraxis verfügt werden
die kranken Igel erst einmal von Karin Federer untersucht und behandelt und anschliessend
vom erfahrenen Wildpfleger-Team betreut.  

Welche Igel brauchen Hilfe?

  • Sichtbare äussere Verletzungen
  • Übermässiger Parasitenbefall (z.B. Zecken, Milben, Flöhe, Fliegeneier oder –maden)
  • Apathisch, kugelt sich bei Berührung nicht ein
  • Tagsüber aktiv, torkelnd oder herumliegend
  • Stark hustend/keuchend
  • Igelsäuglinge: geschlossene Augen und auch nach einer Stunde Beobachtung nicht von der Mutter ins Nest zurückgeholt
  • Aktiv nach Wintereinbruch, bei Dauerfrost und Schnee
  • Abgemagert, das heisst ziegelsteinförmiger Körper (gesunde Igel haben birnenförmige Körper)
  • Verfangen in einem Zaun oder Netz. Den Igel nicht rauszerren, sondern das Netz vorsichtig rundherum aufschneiden. Schnüre direkt am Igel sollten nur von Fachpersonen entfernt werden, ansonsten könnte der Igel noch mehr verletzt werden. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Der Igel braucht wahrscheinlich Hilfe. Was tun?

  • Bitte kontaktieren Sie uns unter +41 76 573 65 21
  • Igeltelefon Zeiten
    9.00 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 17.00
  • Erreichen Sie uns nicht, dann richten Sie dem Igel eine Notunterkunft her:
    Legen Sie Ihre Badewanne oder eine grosse Kartonschachtel mit Zeitungspapier aus. Legen Sie eine zweite kleinere Kartonschachtel mit Zeitungspapierstreifen ausgestopft als Unterschlupf hinein. Bieten Sie dem Igel Katzenfutter und Wasser (keine Milch!) an.
  • Notieren Sie sich Fundort und Fundzeit.
  • Kontaktieren Sie uns erneut.

Erreichen Sie uns nicht und es handelt sich offensichtlich um einen Notfall, wenden Sie sich für Beratung an die Igelstation Frauenfeld (+41 79 944 65 32) oder an den Notfalltierarzt Ihres Kantons.
Kanton St. Gallen: +41 71 385 66 88
Kanton Appenzell: +41 71 787 18 19

Weitere wichtige Infos finden Sie direkt auf der homepage des Walter Zoos www.walterzoo.ch

                         

Seit fast 2 Jahren gab es in unserer Region keine Wildvogelpflegestation. Auch die Stiftung Wildvogelpflegestation konnte mit dem Walter-Zoo eine Vereinbarung treffen und per 1. November 2020 die Station im Naturmuseum wieder in Betrieb nehmen. Die erfahrenen Tierpfleger/innen des Walter-Zoo versorgen die pflegebedürftigen Vögel – davon nicht wenige, die von Katzen verletzt wurden.

Der Wildvogel braucht wahrscheinlich Hilfe. Was soll ich tun?

Bitte kontaktieren Sie uns unter +41 76 441 34 23

Erreichen Sie uns nicht, dann richten Sie dem Wildvogel eine Notunterkunft her:

  • Legen Sie eine kleine bis mittelgrosse Kartonschachtel mit Zeitungspapier aus.
  • Achten Sie darauf, dass der Vogel nicht entweichen kann.
  • Stellen Sie die Kartonschachtel an einen ruhigen Ort.
  • Notieren Sie sich Fundort und Fundzeit.
  • Kontaktieren Sie uns erneut.
 

Kontakt Wildvogelpflegestation

Wir nehmen keine Vögel ohne telefonische Voranmeldung an!
Wildvogeltelefon +41 76 441 34 23

Wildvogeltelefon Zeiten
08.30 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr 

Weitere wichtige Infos und Merkblätter finden Sie direkt auf der homepage des Walter Zoos www.walterzoo.ch

In den Monaten März-April waren viele Tierhalter verunsichert, was sie angesichts der Pandemie und Quarantäne-Vorschriften dürfen und was nicht: mit dem Hund spazieren gehen, wenn die ganze Familie in Quarantäne ist? Sein Reitpferd im Pensionsstall täglich besuchen oder nicht, weil fast immer mehr Leute da sind, als nach Vorschrift im Raum sein dürften? Und vor allem: wo bekommt man jetzt sofort einen Hund, weil allein spazieren langweilig ist?

Die Tierheime hatten wohl noch nie so viel Nachfrage nach wohlerzogenen, gesunden, nicht zu alten Hunden wie 2020! Man fragt sich nur, ob die unüberlegt gekauften Hunde nach Ende der Pandemie noch gut betreut sein werden oder ob viele von ihnen dann allein daheim sitzen oder im Tierheim abgegeben werden. Auch die Nachfrage nach Katzen war 2020 gross. So hatten wir auch kein Problem, die rund 40 Katzen aus einem Tierschutzfall zu platzieren.

Mit der Universität Zürich läuft seit Ende 2018 ein Rehoming-Projekt primär für Ratten und Mäuse, aber auch Kaninchen wurden schon platziert. Ziel ist es, geeigneten Tieren aus dem Tierversuch ein neues Leben an guten Plätzen zu vermitteln. Seit Anfang Jahr konnten bereits knapp 100 Ratten fürs Rehoming abgeholt werden, deren Vermittlung an neue Lebens- plätze über den Club der Rattenfreunde sowie weitere STS-Sektionen läuft. Bisher konnten alle Ratten in ein neues Zuhause umziehen. 2020 wurden auch rund 15 Mäuse ins Rehoming aufgenommen. Obwohl sie die am meisten verwendeten Versuchstiere sind, können nur die wenigen nicht genmanipulier- ten Tiere für die Vermittlung an Privathaushalte abgegeben werden. Insgesamt wurden bis- her rund 50 Mäuse in ein neues Zuhause vermittelt. Der STS ist bestrebt, das Rehoming- Projekt auszubauen und weitere Labornager und Tierarten zu übernehmen. Die Perspektive Rehoming wird in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen und 2021 am Weltkongress für Alternativen zum Tierversuch in Maastricht als Thema aufgenommen. Die Fachstelle des STS ist dort für ein Referat eingeladen, um das einmalige Tierschutz-Projekt vorzustellen.

Quelle STS

Wenn’s kracht – was tun?

Auch den aufmerksamsten Fahrzeuglenkerinnen und –lenkern kann ein Unfall passieren. Wildtiere überqueren oft die Strasse.

Sofort und richtig handeln:

  1. Warnblinker einschalten und anhalten
  2. Unfallstelle sichern (Pannendreieck)
  3. Polizei oder Wildhüter benachrichtigen Tel. 117! Möglichst genau Unfallortangeben.
  4. Sich dem Wildtier auf keinen Fall nähern! Wildtiere sind Fluchttiere und habenso extremen Stress. Verletzungen können durch Flucht verschlimmert werden.
  5. ev. Zeugen suchen oder ein Foto machen
  6. Auf Polizei oder Wildhüter warten


Unfälle zu melden ist Pflicht!

Bei einem Unfall mit einem Wildtier ist gemäss Gesetz unverzüglich die Polizei oder der Wildhüter zu benachrichtigen. Ein Wildtier anfahren ist nicht strafbar. Wer die Meldung hingegen unterlässt macht sich strafbar. Auch geflüchtete Tiere können schwer verletzt irgendwo in Deckung tagelang leiden und qualvoll eingehen. Nur wenn Kollisionen unverzüglich gemeldet werden, können die verletzten Tiere durch den Wildhüter zeit- und fachgerecht gesucht und allenfalls erlöst werden!

Versicherungen

Schäden werden nur vergütet, wenn die Unfälle der Polizei oder dem Wildhüter gemeldet wurden und mindestens eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen ist.

So vermeiden sie Unfälle!

  • Tempo reduzieren, insbesondere bei Warntafeln
  • Grössere Vorsicht beim Eindunkeln und nachts
  • Aufmerksam fahren – rechte Fahrbahn im Auge behalten
  • Nicht zu weit rechts fahren, eher gegen den Mittelstreifen – wenn es die Situation erlaubt
  • Beim Erblicken von Tieren in Fahrbahnnähe: Tempo drosseln, Scheinwerfer auf Abblendlicht reduzieren
  • Tiere auf Strasse: Abblendlicht, Warnblinker einschalten, wenn möglich anhalten, hupen
  • Besondere Vorsicht an unübersichtlichen Stellen wie Wald, Hecken, hohe Getreidefelder und ähnliche Situationen

Dies ist ein Auszug aus dem STS- Infoflyer „Achtung – Tiere im Verkehr“

Hier die Kontaktadresse des Herausgebers:

Schweizer Tierschutz STS

Dornacherstrasse 101, Postfach, 4008 Basel

Tel. 061 365 99 99 Fax 061 365 99 90

sts@tierschutz.com

http://www.tierschutz.com

Auch dieses Jahr durften wir die Mitgliederversammlung im Walter Zoo durchführen.

Nach der letztjährigen Besichtigung der Igelstation, erhielten wir einen Einblick in die Wildvogelstation, die unter Leitung des Walter Zoos im Naturmuseum stationiert ist.

Tierärztin Monika Bochmann berichtete mit viel Fachwissen und eindrücklicher Präsentation über die Arbeit mit den Vogelpfleglingen. Seit Inbetriebnahme der Wildvogelstation vor einem Jahr wurden 548 Vögel unterschiedlicher Art eingeliefert. Den Grossteil machten die Singvögel aus und 80% davon waren Nestlinge. Diese müssen halbstündlich gefüttert werden. Es liegt auf der Hand, dass die enorme Arbeit nicht ohne freiwillige Helfer bewältigt werden kann.

Danach führte uns unsere Präsidentin Julika Fitzi durch die Versammlung. Die Genehmigung der angepassten Statuten und der Jahresrechnung erfolgte einstimmig. Erich Feineis stand dem Tierschutzverein der Stadt St. Gallen & Umgebung während 25 Jahren als Präsident vor und wurde mit grossem Applaus zum Ehrenmitglied gewählt. Das Vorstandsmitglied Corinne Spiller gab aus privaten Gründen den Rücktritt. Ihre 15-jährige Tätigkeit im Vorstand und zum Wohle der Tiere wurde ebenfalls mit Applaus verdankt.

Bei einem gemütlichen Aperó im Tigerhaus blieb noch genug Zeit für einen regen Austausch.

Die biologische Vielfalt nimmt ab. Viele Tierarten sind in den letzten Jahrzehnten seltener geworden oder ganz verschwunden. Besonders hart getroffen hat es die Insekten, hier ist die Abnahme der Diversität und Biomasse am gravierendsten. Die Gründe dafür sind vielfältig, mit Sicherheit spielen dabei der Verlust von Lebensraum und der massive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eine entscheidende Rolle. Etwas hilflos mag man sich deshalb fragen, wie man selber, angesichts dieser bedrohlichen Ausgangslage, unseren kleineren und grösseren Wildtieren Gutes tun kann.

Selbst auf einem Balkon, einer kleinen Terrasse oder einem kleinen Wildblumenstreifen entlang der Hauswand lässt sich ein wertvoller Beitrag für unsere Tierwelt erbringen, vorausgesetzt es handelt sich um einheimische Pflanzen aus inländischer, biologischer Anzucht. Importierte Billigware ist oft mit Giften behandelt worden und diese können für Kleinlebewesen eine Gefahr darstellen.

Zwitschern und surren, bunte Blumenwiesen und duftende Kräuter – das kommt den meisten in den Sinn, wenn sie an Garten denken. Die Realität sieht oft anders aus. Dem Zwang, das eigene Grün müsse wie beim Nachbarn nur aus einem runtergeschorenen englischen Rasen, Thujen und militärisch angeordneten Zierpflanzen bestehen, können sich leider nur wenige entziehen. Soll ja aufgeräumt aussehen. Mit einer umweltfreundlichen Wohlfühloase zum Entspannen und Entdecken für Tier und (!) Mensch hat das freilich wenig zu tun.

Garten tierfreundlich gestalten hat viele Vorteile

Dabei kann gerade ein tierfreundlicher und naturnaher Garten ein Augenschmaus sein. Angenehmer Nebeneffekt, er ist pflegeleicht und ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Aber wo anfangen? Wir erklären in 10 einfachen Schritten, wie man den Garten tierfreundlich gestalten kann. Sie werden staunen, wie schnell sich im Garten etwas ändert, wie Schmetterlinge, Bienen, Vögeln und Co. zurückkehren ins neue Paradies.

Schritt 1: Vermeiden von Umwelt- und Tierkillern

Verzicht auf:

  • Chemischen Dünger und Pflanzengift
  • Laubsauger
  • Rasenroboter (vor allem nachts, gefährlich für Igel)
  • Torf
  • fremdländische Pflanzen und Sträucher, die der Tierwelt nichts bringen
  • Zierpflanzen
  • Wassertonnen ohne Deckel (Tiere ertrinken)
  • Giftpflanzen wie Thuja, Tollkirsche, Buchsbaum, Eibe oder Narzisse.

Schritt 2: Planung des tierfreundlichen Gartens

Den Garten tierfreundlich gestalten, heißt nicht einfach alles wuchern zu lassen. Das funktioniert ohnehin nur mäßig, denn ein selten geschnittener Rasen, erfreut zwar auch schon vieler Insekten – bis auf ein paar Löwenzahn, Gänseblümchen und vielleicht Moos und Klee wird sich die Vielfalt auf dieser Wiese (ohne Zutun) aber in Grenzen halten. Überlegen Sie sich auch für den Naturgarten eine optisch schöne Aufteilung, wo könnte was hinkommen? In den folgenden Schritten gibt es ganz viel Inspiration, was dafür in Frage kommt.

Schritt 3: Sorgfalt bei der Gartenarbeit auf Lebewesen

Bevor man mit Volldampf an die Umgestaltung geht, noch ein ganz wichtiger Tipp: Gehen Sie mit Vorsichtig vor. Denn selbst wenn der Garten bis jetzt noch nicht sehr tierfreundlich angelegt war, verbergen sich an vielen Stellen Lebewesen.

Schritt 4: Der Kräutergarten

Insekten lieben Kräuter. Und so nebenbei können sie noch die im Garten lästigen Schnecken mit ihrem Duft vertreiben (Thymian, Rosmarin). Salbei ist besonders beliebt. Aber auch Lavendel, Schnittlauch, Koriander, Dill oder Kapuzinerkresse locken Hummeln und Wildbienen an und es gibt noch einen tollen Nebeneffekt: Geerntet und getrocknet hat man das ganze Jahr frische Kräuter für die Küche.

Für alle Kräuter gilt: Der Boden sollte locker und wasserdurchlässig sein. Um Staunässe vorzubeugen, kann zuerst eine Schicht Sand oder feiner Kies eingefüllt werden. Anschließend das Beet mit frischer Erde füllen. Beim Einpflanzen sollte man darauf achten, dass die einzelnen Kräuter genügend Platz zum Wachsen haben. Außerdem hilft ein guter Nachbar. Einjährige und mehrjährige Kräuter zu trennen macht Sinn. Mediterrane Kräuter bilden ein gutes Grüppchen, da sie ähnliche Bedürfnisse bei Bodenbeschaffenheit, Sonne und Wasser haben. Selbst mit wenig oder keiner Erfahrung in der Gartenarbeit, kann man bei heimischen Kräutern fast nichts falsch machen. Die Pflanzen sind nicht sehr anspruchsvoll.

Schritt 5: Die bunte Blumenwiese

Je bunter und vielfältiger die Blumenwiese wird, umso artenreicher ist das tierische Publikum, dass man damit anzieht und umso größer der Umwelteffekt. Prinzipiell werden sich die Tiere mehr über heimische Blumen – besonders Wildblumen freuen. Gefüllte Blumen und Zierblumen sind vielleicht schön anzusehen, bringen den Insekten aber wenig.  

Nachfolgend eine Liste mit insektenfreundlichen Pflanzen.

  • Frühling:
    Im zeitigen Frühjahr sind es die Frühblüher, die die erste Nahrung für Bienen & Co. bereit stellen. Das sind vor allem Zwiebelpflanzen, die bereits im Herbst gesteckt werden, z.B. Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokus, Winterlinge, Wildtulpen, Perl- oder Traubenhyazinthe, Sibirischer Blaustern.

    Nach den Frühblühern blühen Schlüsselblumen, Lungenkraut, Bergenie, Storchschnabel, Vergissmeinnicht, Taubnessel, Tränendes Herz, Akelei und der Kugel-Lauch.

  • Sommer:
    Das Blühen geht weiter mit den Sommerblühern, z.B. Schafgarbe, Eisenhut. Duftnessel, Bergminze, Glockenblume, Flockenblume, Mädchenauge, Feldrittersporn, Fingerhut, Sonnenhut, Kapuzinerkresse, Kugeldistel, Löwenmaul, Malve, Mannstreu, Sonnenbraut, Lupinen, Flammenblume, Stockrose, Stauden-Sonnenblume, sowie ungefüllte Rosen, der heimische Natternkopf und die als “Bienenfreund” besonders berühmte Phacelia.
  • Herbst:
    Die Tage werden nun deutlich kürzer, doch blühen viele Pflanzen bis in den Herbst hinein oder beginnen ihre Blüte erst jetzt. Z.B. Bartblume, Erika, Fette Henne, Herbstastern, Herbstanemonem , Mädchenauge, Sonnenhut.

Schritt 6: Hecken

Hecken aus einheimischen Sträuchern sind ein Vogelparadies. Besonders gut eignen sich: Weiss- oder Schwarzdorn, Haselnuss, Salweide, Vogel- und Kreuzbeere, Liguster, Wachholder, Schwarzer Holunder, Hainbuche, Kornelkirsche, Pfaffenhütchen Efeu, und Faulbaum.

Schritt 7: Behausungen für Vögel, Igel, Fledermaus & Co.

  • Mit einem Laubhaufen an einem trockenen, windgeschütztem Ort errichtet, bieten Sie unzähligen Tierarten einen Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeiten.
    • Mit Holzchnebeli gefüllte Töpfe sind bei Spinnen und Insekten beliebt.
    • Blumenschnitt einfach mal anhäufen statt immer gleich wegräumen
    • Brennholzstapel oder ein Wurzelstock bieten sogar Kröten und Fledermäusen Überwinterungsmöglichkeiten.
    • Trockensteinmauern oder ein einfacher Steinhaufen nach Süden ausgerichtet bietet ebenfalls ein sicheres Versteck für viele Kleintiere.

Schritt 8: Komposthaufen anlegen

In einem tierfreundlichen und naturfreundlichen Garten sorgt ein Komposthaufen für die natürliche Bodenverbesserung. Ob klassisch im Holzgestell oder einfach als Haufen mit Plane abgedeckt, kümmern sich hier Mikroorganismen um das Recycling der Bio-Abfälle. Kleines Geäst und Laub untermischen. Mit Zweigen oder Heckenschnitt am Bodengrund für gute Belüftung sorgen. Immer etwas Erde beimischen und den Kompost feucht, aber nicht nass, halten. Den Haufen im Schatten oder Halbschatten platzieren und auf eine gute Durchmischung der “Zutaten” achten. Das Ganze erfordert etwas Übung und Gefühl, aber das kommt mit der Zeit. Im Winter ruhen lassen, nie Umgraben!

Schritt 9: Futter- und Wasserstellen anbieten

Mit einer Tränke kann man Vögeln, Igeln und Insekten Gutes tun. Auch eine flache Schale erfüllt ihren Zweck. Ein flacher Stein darin erleichtert den Insekten den Ausstieg. Das Wasser sollte aber bei Sommerwetter täglich ersetzt werden und die Wasserstelle sollte freistehen, damit unsere Stubentiger nicht die kleinen Gäste überfallen.

Wer Platz für einen Tümpel hat sollte auf einen strukturreichen, flachen Uferbereich achten. Bei wenigen Quadratmetern reicht eine Wassertiefe von 50cm. Als Baumaterial eignen sich Abdichtungsfolien aus synthetischem Kautschuk.

Mit geeigneten Futterdispensern wird den Vögeln Zugang zu zusätzlichem Futter gewährt. Auch hier sollte der Futterplatz hie und da gereinigt werden. Am besten mit heissem Wasser abbürsten.

 Als Futter eignen sich Mischungen aus Sonnenblumenkernen, Hanfsamen, Haferflocken, Rosinen, gehackte Baumnüsse, Rindertalg, Schweinefett oder Meisenknödel.

Schritt 10: Ungehinderten Zugang sichern

Zäune sollten einen Bodenabstand von 15cm aufweisen somit hat auch der Igel eine Chance ins neue Paradis zu gelangen. Netze zum Schutz von Beerenfrass sollten ganz weggelassen werden.

Na, genug Inspiration? Dann empfehlen wir zum Schluss einfach nur noch, den Garten mit allen Sinnen genießen und staunen, was sich im tierfreundlichen Garten alles entdecken lässt.